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Was tun gegen Flöhe?

 

8 Tipps gegen lästige Plagegeister.

Flohbisse lösen Juckreiz aus.

Flöhe sind richtig lästig. Sie kribbeln, pieken und hüpfen munter von Hund auf Katze, von Katze auf Kissen, von Kissen auf Mensch und wieder zurück. Sie legen Eier und vermehren sich und wer nicht eingreift, wird schon bald keine ruhige Minute mehr in den eigenen vier Wänden haben. Für Hund und Katze sind Flöhe nicht nur lästig, sondern wahre Plagegeister. Wer schon einmal einen Hund dabei beobachtet hat, der aus dem Schlaf hochschreckt und sich hektisch kratzt, der erahnt, wie fies Flohbisse sind.

 

Indizien von Flohbefall

Flöhe verstecken sich im Fell von Haustieren so gut, dass sie lange Zeit unbemerkt bleiben. Das Problem ist, dass Flöhe in mehreren Stadien leben und die Ausbreitung im Stillen stattfindet. Die Behandlung aller drei Stadien ist nötig, wie diese Studie der Tierärztlichen Fakultät der Ludwig-Maximilians-Universität München herausfand. Spätestens, wenn Tiere sich verstärkt kratzen ist es Zeit, den Dingen auf den Grund zu gehen. Der Schnelltest mit dem Flohkamm bringt es ans Licht. Man zieht ihn einfach durch das Fell des Haustiers und prüft, ob sich schwarze Kügelchen zwischen den Zinken verfangen. Ein anderer Schnelltest lässt sich mit einem feuchten Papiertuch durchführen. Hierbei nehmen Tierbesitzer das feuchte Tuch und legen es unter Hund oder Katze. Jetzt wird das Haustier gekrault und durchgestrubbelt. Auf dem feuchten Tissue sind die verräterischen Kügelchen sofort zu erkennen.


Tipp 1: Vorbeugen ist besser als bekämpfen

 

Die beste Art mit Flöhen umzugehen ist eine gezielte Vorbeugung. Eine Grundregel in Haushalten mit Haustieren lautet, regelmäßig gründlich zu reinigen. Decken, Kissen und Körbchen sind regelmäßig zu waschen, Hartböden regelmäßig zu wischen, Teppiche und Polster aller Art intensiv abzusaugen. Dazu empfehlen sich leistungsfähige Geräte mit entsprechend umfangreicher Ausstattung. Eine Fugendüse für das Sofa sollte ebenfalls dabei sein und auch eine Extra Polsterbürste ist nützlich. Kombinierte Geräte, die zusätzlich einen Handsauger aufweisen, sind perfekt, denn damit lassen sich schnell Tierhaare, Krümel und Staub im Alltag ganz nebenbei aufnehmen. Geräte mit Staubbeutel sind deshalb gut geeignet, weil die Beutel mit den aufgenommenen Floh-Eiern und Larven eingefroren werden können. Doch auch beutellose Modell kommen in Frage. Nutzer sollten dann allerdings darauf achten, nach dem Saugen den Auffangbehälter zu leeren, am besten außerhalb der Wohnung. Die Auswahl des Staubsaugers spielt eine zentrale Rolle beim Thema Floh-Vorbeugung, denn die Saugkraft und Reinigungsfähigkeit muss stimmen. Wer über die Anschaffung eines neuen Geräts nachdenkt, sollte sich vorab über die aktuellen Staubsaugermodelle informieren und prüfen, ob diese den besonderen Ansprüchen gerecht werden, die ein Tierhaushalt mit sich bringt.


 

Flöhe haben enorme Sprungkraft.

Tipp 2: Prophylaxe an Hund oder Katze

Da Flöhe geschickte Parasiten sind, kann es dazu kommen, dass Halter sie zu spät bemerken. Kommen die Flöhe sogar dazu, Eier zu legen, aus denen bereits kurz darauf Larven schlüpfen, wird es problematisch. Die Eier verteilen sich kreuz und quer in der Wohnung und die Larven krabbeln in dunkle Ecken und warten auf ihren Einsatz. Deshalb ist die Prophylaxe direkt am Haustier so wichtig. Denn selbst, wenn der Flohbefall am Tier bemerkt und ein paar Tage darauf bereits behandelt wird, dauert es oft Wochen und Monate, bis wirklich alle Flöhe, Eier und Larven aus der Wohnung entfernt sind.

 

Durch die Prophylaxe direkt am Tier lässt sich die Verbreitung des Befalls unterdrücken. Das Problem ist, dass sich die Flöhe in Abhängigkeit von Jahreszeit, Temperatur und Luftfeuchtigkeit unterschiedlich schnell weiterentwickeln. Deshalb empfehlen Experten, die Haustiere ganzjährig gegen Parasiten zu schützen. Geeignet sind zum Beispiel Spot-On-Präparate oder Flohhalsbänder. Flöhe sind mögliche Überträger von Bandwürmern. Eine regelmäßige Wurmkur wird aus diesem Grund von Tierärzten empfohlen.

 


Tipp 3: Bei akutem Befall schnell handeln

Ist es trotz Prophylaxe dazu gekommen, dass Flöhe Einzug halten konnten, ist rasches Handeln angezeigt. Sobald Verbraucher feststellen, dass Flöhe im Haus sind, sollten Sie sofort Gegenmaßnahmen ergreifen:

  • Decken, Kissen und Textilien bei mindestens 60 ° C waschen. Dieser Vorgang sollte alle 4 bis 6 Wochen wiederholt werden, um übriggebliebenen Eiern und Larven langfristig den Garaus zu machen.

  • Polster, Teppiche und Böden mehrfach in kurzen Abständen gründlich reinigen. Hier macht sich ein saugstarker und vielseitig einsetzbarer Staubsauger bezahlt. Die Erfahrung zeigt, dass beim ersten Saugdurchgang nicht viel mehr als die Hälfte der Flöhe entfernt werden. Ein Grund ist, dass durch die Bewegung, die in den Polstern und Teppichen durch das Saugen entsteht, die Flöhe zum Schlüpfen gebracht werden. 

  • Bei sehr starkem Befall ist die Behandlung der Umgebung mit einem speziellen Ungezieferspray empfehlenswert. Dabei sind die Benutzerhinweise zu beachten, um weder Tier noch Mensch Schaden zuzufügen. Der SWR informiert in dem Beitrag „Schädlingsbekämpfung im Haus“ über umweltgerechte Methoden.

  • Eine besonders heftige Keule ist Fogger. Dabei handelt es sich um einen Sprühautomaten, der einen Raum komplett einnebelt und besonders wirksam gegen Flöhe, Eier und Larven ist. Achtung: Der Raum wird für 2 Stunden verschlossen und weder Bewohner noch Haustiere dürfen sich darin befinden.

Tipp 4: Alternative Hausmittel gegen Flöhe testen

Früher setzten Menschen auf Hausmittel, um sich vor Flohbefall zu schützen. Ist einmal kein Präparat zur Hand, können Haustierbesitzer es mit diesen Tricks probieren:

  • Kerze im Wasserbad – In ein flaches Gefäß wird Wasser mit ein wenig Spüli vermischt. Schäumen darf es nicht, deshalb nicht zu viel hineingeben. In der Mitte des Gefäßes wird eine Kerze platziert und angezündet. Die Wärme soll die Flöhe anziehen. Auf ihrem Weg zur Wärme müssen sie das Wasser durchqueren, was prinzipiell kein Problem wäre. Flöhe sind so leicht, dass sie das Wasser trägt. Aber das Spülmittel vermindert die Oberflächenspannung, so dass die Tiere ertrinken.

  • Citronella lässt Flöhe verduften – Der Geruch von Citronella ist für Flöhe unangenehm. Er sorgt dafür, dass Flöhe die duftenden Areale meiden. Citronella gibt es als Duftöl und kann zum Beispiel in Putzwasser getropft werden. Auch als Zugabe in einer Handsprühflasche ist es nützlich. Mit dem Citronella-Wasser können Vorhänge, Tierbetten, Kissen, Decken und andere Textilien besprüht werden.

Fazit: Lieber vorbeugen, statt aufwendig behandeln

Wer sich prophylaktisch bei seinem Haustier um den Flohbefall kümmert hat gute Chancen, den ungebetenen Hausgästen zu entgehen. Sollte es trotzdem einmal zu einem Befall kommen ist es ratsam, schnellstens zu handeln, um die Ausbreitung zu verhindern. Der Einsatz eines leistungsfähigen Staubsaugers und die regelmäßige Reinigung der Böden, Polster und Textilien ist ebenfalls wichtig, um Flöhe dauerhaft auf Abstand zu halten.

 

 

Bilder: 
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